Französisches Baguette – für viele ein Symbol von Genuss, Gemütlichkeit und traditionellem Handwerk. Es gibt kaum etwas Verführerischeres als den Duft frisch gebackenen Brotes, der sich durch die Küche zieht, und die knusprige Kruste, die beim Draufbeißen herrlich knackt. Selbstgemachte Baguettes wirken auf den ersten Blick vielleicht kompliziert, doch mit ein wenig Geduld und den richtigen Schritten lassen sich die klassischen Stangen auch zu Hause perfekt zubereiten.
Die Faszination liegt nicht nur im Geschmack, sondern auch im Erlebnis: das Kneten, Formen und Gehenlassen des Teiges, das langsame Aufgehen unter dem Tuch und schließlich der Moment, in dem das goldbraune Baguette aus dem Ofen gezogen wird. Wer einmal selbst gebackenes Baguette probiert hat, weiß, wie viel Freude dieses einfache, aber besondere Handwerk bereiten kann. Dieses Rezept zeigt Schritt für Schritt, wie du zu Hause knusprige, aromatische Baguettes wie aus der französischen Bäckerei zaubern kannst.
Rezeptüberblick
Knusprige französische Baguettes bestehen aus wenigen Grundzutaten: Mehl, Wasser, Hefe, Salz, Zucker und etwas Olivenöl. Nach dem Kneten und Gehenlassen entwickelt der Teig sein charakteristisches Aroma. Die Teigstränge werden zu langen Stangen geformt, leicht eingeschnitten und im Ofen gebacken, bis sie außen goldbraun und knusprig sind und innen luftig-weich bleiben. Dieses klassische Rezept ist ideal für Frühstück, Brunch oder einfach als Beilage zu Suppen, Salaten und Käseplatten.
Zutaten
- 500 g Weizenmehl (Typ 550)
- 300 ml lauwarmes Wasser
- 20 g frische Hefe
- 10 g Salz (am besten Meersalz)
- 1 TL Zucker
- 1 EL Olivenöl
Schritt-für-Schritt-Anleitung
1. Hefe vorbereiten
Lauwarme 300 ml Wasser in eine große Schüssel geben, die frische Hefe und den Zucker hinzufügen. 5 Minuten stehen lassen, bis sich kleine Bläschen bilden – das zeigt, dass die Hefe aktiv ist.
2. Teig herstellen
Mehl und Salz in die Schüssel geben und alles gründlich vermengen. Anschließend den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben.
3. Teig kneten
Etwa 10 Minuten kräftig durchkneten, bis ein elastischer, glatter Teig entsteht. Falls der Teig zu klebrig ist, etwas zusätzliches Mehl einarbeiten.
4. Teig gehen lassen
Die Schüssel leicht mit Olivenöl einfetten, den Teig hineinlegen und mit einem sauberen Tuch abdecken. An einem warmen Ort gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat – etwa 1 bis 1,5 Stunden.
5. Teig entgasen und teilen
Den gegangenen Teig vorsichtig auf die bemehlte Arbeitsfläche geben und leicht entgasen. In zwei gleich große Portionen teilen.
6. Baguettes formen
Jede Portion zu einem etwa 30 cm langen Strang rollen, die Enden spitz zulaufen lassen. Die geformten Baguettes auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, abdecken und weitere 30 Minuten gehen lassen.
7. Backofen vorbereiten
Den Ofen auf 220 °C vorheizen. Kurz bevor die Baguettes in den Ofen kommen, einige diagonale Schnitte auf die Oberseite machen – so entsteht die typische Kruste.
8. Baguettes backen
Die Baguettes im vorgeheizten Ofen backen, bis sie goldbraun sind – etwa 20–25 Minuten. Nach dem Backen kurz abkühlen lassen.
Kochtipps & Variationen
- Mehlwahl: Typ 550 sorgt für eine elastische Struktur und lockere Krume. Für rustikaleres Brot kann auch Dinkel- oder Vollkornmehl verwendet werden.
- Wasserzugabe: Lauwarmes Wasser aktiviert die Hefe optimal. Nicht zu heiß, sonst geht die Hefe verloren.
- Knusprige Kruste: Ein kleiner Trick: Eine hitzebeständige Schale mit Wasser in den Ofen stellen – der Dampf sorgt für extra knusprige Kruste.
- Formvariationen: Aus dem Teig lassen sich auch kleine Baguettebrötchen formen – ideal für Partys oder als Sandwichbasis.
- Geschmack variieren: Kräuter, Oliven oder getrocknete Tomaten können in den Teig eingearbeitet werden, um aromatische Varianten zu kreieren.
Aufbewahrung & Serviervorschläge
- Servieren: Am besten frisch aus dem Ofen genießen, noch leicht warm und mit Butter oder Käse.
- Aufbewahren: In einem Baumwollsäckchen bleibt die Kruste einige Stunden knusprig. Restliche Baguettes lassen sich im Kühlschrank 1–2 Tage aufbewahren oder einfrieren.
- Anlässe: Ideal für Frühstück, Brunch, Beilage zu Suppen oder Salaten und als Snack zu Käseplatten oder Aufstrichen.
Mit ein wenig Geduld und Liebe zum Detail gelingen knusprige französische Baguettes auch zu Hause. Der Duft frisch gebackenen Brotes, die goldbraune Kruste und die lockere Krume machen sie zu einem Genuss für die ganze Familie. Dieses klassische Rezept ist einfach umzusetzen und bietet viele Variationsmöglichkeiten – egal ob als Basis für Sandwiches, als Beilage zu Salaten oder als Highlight auf dem Frühstückstisch. Selbstgemachtes Baguette ist nicht nur lecker, sondern auch ein echtes Erlebnis für alle Sinne.
FAQ
1. Kann ich die Baguettes vorbereiten?
Ja, der Teig lässt sich bis zum Formen im Kühlschrank aufbewahren. Kurz vor dem Backen auf Zimmertemperatur bringen und weiterverarbeiten.
2. Wie lange sind Baguettes haltbar?
Frisch gebacken am besten am gleichen Tag genießen. Im Kühlschrank 1–2 Tage, eingefroren bis zu 3 Monate.
3. Kann ich Vollkornmehl verwenden?
Ja, allerdings werden die Baguettes dichter. Für fluffige Krume empfiehlt sich ein Mischverhältnis mit Typ 550.
4. Wie mache ich die Kruste besonders knusprig?
Dampf während des Backens hilft: Eine hitzebeständige Schale Wasser in den Ofen stellen.
5. Kann ich die Baguettes in der Heißluftfritteuse backen?
Ja, bei ca. 200 °C für 15–20 Minuten. Die Kruste wird dann ebenfalls schön knusprig.

